Was sind Widerstandsklassen?

Die Widerstandsklasse wird als eine einbruchhemmende Eigenschaft bezeichnet. Sie bezeichnet dabei den Grad, was den Widerstand in Bezug auf Einbruchsversuchen von Fenstern und Türen betrifft.

Die verschiedenen Widerstandsklassen der Einbruchshemmung sind dabei nach den durchgeführten Arbeitsweisen sowie den angewandten Werkzeugen der jeweiligen Täter eingeteilt – hier eine Auflistung dieser insgesamt 6 Klassen:
Bei der Widerstandklasse 1 (WK1) versucht der Täter, die Tür oder das Fenster durch körperliche Gewalt aufzubrechen; er versucht dieses zum Beispiel durch Gegentreten, Herausreißen, Hochschieben. Die WK2 ist eine Widerstandsklasse, bei der sich der Täter mit zusätzlichen Werkzeugen behilft, um Türe oder Fenster aufzubrechen; er nimmt dabei beispielsweise eine Zange oder einen Schraubendreher zur Hand, um damit das verriegelte Bauteil aufzubrechen. Bei der WK3 nimmt der Täter zusätzlich einen zweiten Schraubendreher und einen Kuhfuß in Gebrauch. Die WK4 entspricht der Widerstandklasse, bei welcher ein erfahrener Täter zusätzlich Schlag- oder Sägewerkzeuge verwendet; dazu gehören Schlagaxt, Hammer oder Stemmeisen. WK5 beschreibt die Klasse, bei der Elektrowerkzeuge eingesetzt werden; hierzu zählen Bohrmaschine, Säbel- oder Stichsäge oder ein Winkelschleifer, der einen maximalen Scheibendurchmesser von 125mm aufweist. Die WK6 ist die höchste Widerstandsklasse; diese ist immer dann indiziert, wenn die vom Täter angewandten Elektrowerkzeuge einen Durchmesser von 250mm übersteigen.

Jede Widerstandsklasse hat somit seine eigene Berechnung und jeder Versuch des Täters, Fenster oder Türen aufzubrechen, wird dem Verfahren zugeordnet, wie er dieses anstellt und welche Mittel er zur Hilfe nimmt. Was Widerstandsklassen also sind, die Frage ist nun verständlich beantwortet!